Standort
Bauherr
Gebäudetyp
BGF
Leistung
Zeitraum
Kooperation
Fachplaner
Rendering
Modell
Team
Hoppegarten bei Berlin
Gemeinde Hoppegarten
Bildungsbau
16.200 m²
Wettbewerb, 3. Preis
2025
für JWA | Jan Wiese Architekten in Kooperation mit Renner Architekten
ifb - frohloff staffa kühl ecker (Tragwerk), HPP (Brandschutz), Duschl Ingenieure (TGA)
bloomimages
Katrin Helmbold
Thomas Stadler, Tamar Gürciyan, Alisya Adamian
Ausgehend von Peter Joseph Lennés Idee der öffentlichen Spazierwege als gesundheitsfördernde Freiräume entwickelt der Entwurf einen Schulcampus, der Lernen, Bewegung und Öffentlichkeit miteinander verbindet. Die Anordnung der Baukörper schafft klar definierte Freiräume: einen öffentlich zugänglichen Sportpark mit Wegenetz sowie einen geschützten Schulhof für den Schulbetrieb. Gleichzeitig entsteht eine räumliche Verbindung zum historischen Lenné-Landschaftspark und zum Schloss Dahlwitz.
Eine mit Kirschbäumen bepflanzte Allee bildet das räumliche Rückgrat des Entwurfs und bindet den Schulcampus in den städtebaulichen Kontext ein. Entlang dieser Achse entstehen differenzierte Freiräume – Schulplatz, Schulhof und Sportpark – mit unterschiedlichen Nutzungen und Aufenthaltsqualitäten. Die denkmalgeschützte Villa wird selbstverständlich in das Ensemble integriert und künftig als Bibliothek genutzt.
Die Bebauung orientiert sich in Maßstab und Körnung an der dörflichen Umgebung und entwickelt ein identitätsstiftendes Ensemble aus klar gegliederten Baukörpern. Das Hauptgebäude mit Aula, Mensa und Fachräumen bildet das organisatorische Zentrum. Die Lernhäuser sind als eigenständige Cluster organisiert und bieten flexible Unterrichtsstrukturen mit gemeinschaftlichen Lernbereichen. Hort und Sporthalle ergänzen das Ensemble und ermöglichen eine eigenständige Nutzung auch außerhalb des Schulbetriebs.
Der Schulplatz fungiert als neue Adresse des Campus und als sicherer Ankunftsbereich für Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Eine klare Trennung von Bus-, Pkw- und Fußverkehr gewährleistet sichere Schulwege. Über die Kirschbaumallee ist der Campus fußläufig mit der Ortsmitte und den angrenzenden Wohngebieten verbunden.
Die Architektur zeichnet sich durch eine ruhige und klare Formensprache aus. Einfache Volumen, wiederkehrende konstruktive Elemente und eine reduzierte Materialpalette schaffen eine robuste und langlebige Architektur. Holz als konstruktiver Baustoff prägt das Gebäude und verbessert die ökologische Bilanz, während rot lasierte Holzfassaden dem Ensemble eine prägnante, aber ortsverträgliche Identität verleihen.
Der Entwurf verfolgt eine konsequent ressourcenschonende Bauweise. Eine modulare Holztafelkonstruktion ermöglicht einen hohen Vorfertigungsgrad und eine wirtschaftliche Umsetzung. Extensive Gründächer speichern Regenwasser und verbessern das Mikroklima, während Photovoltaikflächen zur Energieerzeugung beitragen. In Kombination mit einer geothermischen Anlage und Wärmepumpen wird eine regenerative und langfristig effiziente Energieversorgung erreicht.
Der Schulcampus versteht sich als Teil des umliegenden Landschaftsraums. Baumreihen, vielfältige Vegetation und wasserdurchlässige Oberflächen stärken Biodiversität und Regenwassermanagement. Der Schulhof wird als naturnaher Lern- und Erlebnisraum gestaltet, der Bewegung, Aufenthalt und informelles Lernen miteinander verbindet und zugleich klimaangepasste Freiräume für zukünftige Generationen schafft.


























